Erklärung zu moderner Sklaverei und Menschenhandel

Geschäftsjahr: Ende zum 31. Dezember 2025

Diese Erklärung wird gemäß Abschnitt 54(1) des britischen Modern Slavery Act 2015 veröffentlicht und beschreibt die Maßnahmen, die die Eleco plc („Eleco“ oder „die Gruppe“) im Geschäftsjahr ergriffen hat, um moderne Sklaverei und Menschenhandel innerhalb ihrer Geschäftstätigkeit und Lieferketten zu verhindern. Sie entspricht den aktuellen Leitlinien der britischen Regierung.

1. Unser Unternehmen und unsere Struktur
Die Eleco plc ist eine im Vereinigten Königreich ansässige, an der AIM-Börse notierte internationale Softwaregruppe. Sie bietet Lösungen für die Bereiche Bauwesen, Immobilien- und Anlagenmanagement sowie Ingenieurwesen an.
Die Gruppe ist über mehrere Tochtergesellschaften im Vereinigten Königreich, Europa und Nordamerika tätig. Sie beschäftigt Mitarbeitende direkt und arbeitet mit Drittanbietern und Geschäftspartnern zusammen, um ihre Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen.

2. Unsere Richtlinien

Eleco verfolgt einen Null-Toleranz-Ansatz gegenüber moderner Sklaverei und Menschenhandel. Unser Ansatz basiert auf einer Überwachung auf Vorstandsebene sowie auf klaren Verhaltensstandards für Lieferanten.

Im Jahr 2025 hat Eleco folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Überprüfung der Richtlinie zur Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel
  • Stärkung der Aufsicht durch das ESG-Komitee, das direkt an den Vorstand berichtet
  • Veröffentlichung dieser Erklärung gemäß den britischen Leitlinien und Anerkennung der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Verbesserung sowie einer detaillierteren Berichterstattung

Unser Engagement ist in unserer Richtlinie zur Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel festgelegt. Diese gilt für alle Mitarbeitenden, Direktoren, Führungskräfte, Auftragnehmer, Zeitarbeitskräfte, Berater und Geschäftspartner. Diese Richtlinie spiegelt unser Engagement wider, in allen Geschäftsbeziehungen ethisch und integer zu handeln sowie wirksame Systeme und Kontrollmechanismen einzuführen und durchzusetzen, um das Risiko moderner Sklaverei in unseren Betriebsabläufen und Lieferketten zu minimieren.

Zu den damit verbundenen Strategien und Rahmenbedingungen, die dieses Engagement unterstützen, gehören:

  • Steuerungs-Handbuch der Eleco-Gruppe
  • Konzernrichtlinien der Eleco-Gruppe:
    • Verhaltenscodex
    • Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion
    • Hinweisgeberrichtlinie
    • Personalbeschaffungsrichtlinie
    • Mitarbeiterhandbuch
  • Prozesse zur Aufnahme und Prüfung von Lieferanten

3. Risikobewertung und Sorgfaltspflichten

Da unser Produktportfolio den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken sowie das Anlagenmanagement unterstützt, prägen unsere Geschäftsaktivitäten die Art und Weise, wie wir Risiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei identifizieren und steuern – insbesondere in Bezug auf externe Dienstleister und Lieferanten.

Wir haben die folgenden potenziellen Risikobereiche identifiziert:

  • Personalvermittlungs- und Zeitarbeitsagenturen
  • Anbieter von Gebäude- und Bürodienstleistungen, einschließlich Reinigung, Sicherheitsdiensten und Instandhaltung
  • Softwareentwicklungsdienstleister und Auftragnehmer (national und international)

Wir betrachten diese indirekten Risiken als real, aber beherrschbar, sofern sie durch strukturierte Bewertungen und kontinuierliche Überwachung gesteuert werden. Dies erreichen wir durch folgende Maßnahmen:

  • Bewertung von Risiken moderner Sklaverei im Rahmen der Aufnahme und regelmäßigen Überprüfung von Lieferanten, angemessen zum Umfang und zur Art der Geschäftsbeziehung
  • Aufnahme geeigneter Vertragsklauseln, die Lieferanten zur Einhaltung der geltenden Gesetze zur Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel verpflichten
  • Erwartung, dass Lieferanten dieselben Standards auch gegenüber ihren eigenen Lieferanten durchsetzen
  • Verpflichtung von Personalvermittlern zur Durchführung gesetzlich vorgeschriebener Prüfungen des Arbeitsrechtsstatus potenzieller Bewerber
  • Durchführung risikobasierter Lieferantenbewertungen unter Berücksichtigung geografischer Faktoren und arbeitsbezogener Risikobereiche
  • Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen für relevante Mitarbeitende

4. Schulung und Sensibilisierung

Eleco setzt sich dafür ein, dass alle relevanten Mitarbeitenden die Risiken moderner Sklaverei verstehen und wissen, wie Bedenken erkannt, gemeldet und behandelt werden können. Dazu gehören Kenntnisse über Risikofaktoren und Anzeichen möglicher Verstöße. Das Bewusstsein für unsere Richtlinie zur Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel wird durch interne Kommunikation gefördert und – sofern angemessen – durch Schulungen für Mitarbeitende unterstützt, die in den Bereichen Beschaffung, Lieferantenmanagement und Personalgewinnung tätig sind.

5. Meldung von Bedenken

Alle Mitarbeitenden sowie Personen, die im Auftrag von Eleco tätig sind, werden ermutigt, jegliche Bedenken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei oder Menschenhandel zu melden. Meldungen können über die jeweilige Führungskraft, die Personalabteilung oder über die im Unternehmen eingerichteten Hinweisgeberkanäle erfolgen, die auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht sind. Alle Hinweise werden ernst genommen und angemessen untersucht. Personen, die in gutem Glauben Bedenken äußern, genießen Schutz vor Benachteiligungen.

6. Wirksamkeit und kontinuierliche Verbesserung

Eleco überprüft seinen Ansatz zur Bekämpfung moderner Sklaverei regelmäßig im Rahmen seines umfassenderen ESG- und Governance-Programms. Die Verantwortung für die Überwachung von Risiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei, die Wirksamkeit der entsprechenden Richtlinien sowie daraus resultierende Maßnahmen liegt beim ESG-Komitee der Gruppe, das direkt an den Vorstand berichtet. Wir bewerten fortlaufend die Wirksamkeit unserer Richtlinien und Prozesse und entwickeln unseren Ansatz kontinuierlich weiter. Dabei berücksichtigen wir regulatorische Entwicklungen, bewährte Verfahren sowie die sich verändernden Anforderungen unseres Geschäfts und unserer Lieferketten.

Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung und Überwachung wird das ESG-Komitee relevante Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators – KPIs) sowie die Berichtsleitlinien der britischen Regierung regelmäßig prüfen.

Hierzu können unter anderem folgende Kennzahlen gehören:

  • Anzahl der über Hinweisgeberkanäle gemeldeten Fälle im Zusammenhang mit moderner Sklaverei (z. B. null)
  • Prozentsatz der Mitarbeitenden, die die Richtlinie zur Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel gelesen und akzeptiert haben
  • Anzahl der geschulten relevanten Mitarbeitenden
  • Anzahl der im Rahmen der Aufnahme oder Verlängerung von Geschäftsbeziehungen bewerteten Lieferanten

7. Genehmigung

Diese Erklärung wurde am 24. April 2026 vom Vorstand der Eleco plc genehmigt.